Vorspiel zum Showdown

Vorspiel zum Showdown
Florentine Bernard
Konzeption Service
Ein Monitor zum Werben oder als Informationsträger klingt verlockend, ist schnell besorgt und montiert. Für eine effektive und effiziente Nutzung ist jedoch einiges zu beachten. Ein vernetztes System von der Nutzensuche über Loops bis hin zum quadratischen Kostenfaktor. Der Umsatz stieg merklich an. Auch Fleischkäse war mit im Test, übertraf gegenüber Filialen ohne Displaywerbung noch um einiges das Experiment rund um Faschiertes. Über ein Jahr lief die Pilotstudie von SPAR und dem auf Digital Signage spezialisierten Unternehmen PEAKMEDIA . Mehr als ein Jahr Konzepterstellung für das Digital Signage Marketing des Lebensmittelkonzerns. Eine ungewöhnlich lange Testphase für den Großeinsatz von inzwischen rund 800 Displays. Aber auch im Kleinen ist der Einsatz von Digital Signage als Werbe-, Info- oder Emotionsträger nur effektiv und effizient, wenn der Installation eine genaue Planung vorausgeht, ansonsten kann es schnell teuer werden und der Nutzen gering ausfallen.   Planung gegen Überraschungen. Es ist wie mit den Steckdosen für die Küche. Wie viele? Wohin? Der Schlüssel zum Erfolg: das Ziel betrachten. Wofür brauche ich Strom und, darauf aufbauend, wo fällt dieser Verbrauch an. Nach demselben Prinzip folgt die Planung und Konzepterstellung rund um den Einsatz von Displays. „Zuerst gilt es zu konkretisieren, was ich mit den Displays und den darauf gezeigten Inhalten bezwecken möchte“, erklärt Alois Oppacher von PEAKMEDIA . Als Bildfläche zur Vermittlung von Emotionen wie im Informationsbereich des TVBs Kufsteinerland, zur Bewerbung von Aktionen wie beim Niederndorfer Dorfbäcker Bichlbäck oder zur Unterhaltung der Spender wie im Plasmazentrum BioLife in Innsbruck oder in den Café-Bars der Unterberger Autohäuser. „Der Content hat einen entscheidenden Einfluss auf die Hardware und die wiederum auf die elektrischen Regelkreise und die notwendige Stromversorgung. Eine Ultra-HD Videowall mit 2×2 Bildschirmen bedarf einer entsprechenden Stromversorgung, genügend Steckdosen und vor allem auch eines ausreichenden grafischen Leistungspotenzials, um im Einsatz nicht laufend zu Ausfällen zu führen.“ Soll das Display als architektonisches Objekt mit digitalem Style den Raum abrunden, kann durchaus tief aus der Designvielfalt geschöpft werden. Von quadratisch bis extralang wird bei den Displayformaten inzwischen einiges geboten. Wobei der Digital Signage Profi Alois Oppacher zur genauen Planung rät. „Nur auf Hardware und die Optik zu setzen, ohne Überlegungen hinsichtlich des Contents, kann zu Überraschungen führen, die nicht immer positiv sind. Beispielsweise müssen Videos, die auf Displaysonderformaten ausgestrahlt werden, entweder speziell produziert oder adaptiert werden. Ein Punkt, der sich kostenintensiv gestalten kann.“   System mit Seele Ein Display oder gleich eine ganze Wall. Ein 55 Zoll Bildschirm, der im Schlafzimmer riesig wirkt, kann an einer sechs Meter hohen Wand nahezu verschwinden. „Größen sind meist schwer einschätzbar“, weiß Alois Oppacher aus Erfahrung. Mit Stoffbannern und Fotomontagen ermöglicht PEAKMEDIA  einen Blick in die Zukunft. „Wobei nicht nur die Größe, sondern auch die Position entscheidend ist. Kundenstromanalysen sind dafür unumgänglich und auch für die Planung des Contents von entscheidender Bedeutung.“ Digital Signage baut darauf auf, Inhalt im Loop wiederzugeben. Die Dauer des Loops ist dabei individuell, von Kunde zu Kunde von Shop zu Shop. „Am Walk of Kitz, einer Passage durch das Kitzbüheler Shoppingcenter Kitz Galleria, werden die Displays im Vorübergehen wahrgenommen. Der Inhalt muss daher kurz und prägnant sein, auffallen. Der Loop kann im 30-Sekunden-Bereich liegen.“ Ganz anders ist die Situation etwa im Café-Bar-Bereich der Autohäuser Unterberger. Eine zu schnelle Wiederholung des Inhalts würde hier unweigerlich zum Interessenverlust des Betrachters führen. Looplängen von 30 Minuten sind deshalb in Cafés durchaus Standard. „Es gilt immer zu beachten, dass die beste Hardware, die interessanteste architektonische Displayinstallation nichts ist ohne den darauf präsentierten Inhalt. Der Content ist die Seele des Systems. Erst mit ihm fängt die Installation an zu leben, entfaltet sie ihre Wirkung.“   Geschnittener Content Wärme. Kälte. Feuchtigkeit. Helligkeit des Umfelds. Die Einflussfaktoren zur Systemwahl sind umfangreich. Ein Monitor mit Sonneneinstrahlung wird zum Schwarzbild, wenn die Lichtstärke des Displays nicht entsprechend hoch ist. Beratung ist daher das A und O, um letztlich ein funktionierendes und den Anforderungen entsprechendes System zu kreieren. Doch auch, wenn das System läuft, ist für die optimale Ausnutzung Einsatz notwendig. „Zum einen gilt es natürlich, den Content immer wieder anzupassen. Wobei unser Info- und Entertainmentbereich, den wir unseren Kunden zum überwiegenden Teil kostenfrei zur Verfügung stellen, für eine laufende Abwechslung zu den eigenen Inhalten sorgt. Vom Spruch des Tages bis hin zu Fotoimpressionen.“ Über Schnittstellen ermöglicht es PEAKMEDIA  auch, auf andere Systeme zuzugreifen. So nutzt das Autohaus Unterberger seine Displays, um über Gebrauchtwagen zu informieren. „Durch die flexible Handhabung der Software konnten wir eine Schnittstelle konfigurieren, sodass unser Gebrauchtwagenportal auf den Bildschirmen im Café-Bar-Bereich und auch im Wartebereich unserer neuen Autowaschanlage mühelos angezeigt werden kann“, freut sich Fritz Unterberger jun..   Nerven als Währung Doch nicht nur der Content gehört gewartet, auch die Hardware selbst. „Ob Display oder Videowall, wir überwachen die Anlagen unserer Kunden laufend auf Systemgesundheit, gewähren so eine permanent einwandfreie Funktion“, erklärt Alois Oppacher. „Wir eruieren beispielsweise laufend die Festplatten- und Prozessorauslastung, anhand derer ersichtlich ist, wie lange die volle Leistungsfähigkeit des Systems noch gegeben ist. Möglichen Ermüdungserscheinungen oder einem totalen Crash können wir so vorbeugen, Komponenten austauschen, bevor die Anlage zum Stillstand kommt und der Bildschirm zur schwarzen Fläche wird.“ Wobei bereits die Konzeptionierung einen großen Einfluss auf den laufenden Service im Betrieb hat. „Je besser die Anlage durchdacht ist, die einzelnen Komponenten aufeinander abgestimmt sind, umso geringer ist die Fehleranfälligkeit. Selbst die Kabel stellen Einflussfaktoren dar. Wer hier spart, auf schlechte Qualität setzt, den kann die Anlage später einiges an Nerven kosten. Gerade deshalb kümmern wir uns auf Wunsch um die Gesamtplanung, um die einzelnen Komponenten optimal aufeinander abzustimmen für ein perfekt funktionierendes System.“   Ein Artikel aus unserem Digital Signage Magazin. Hier gehts zur Onlineversion.