Kabelsalat scharf angebraten

Kabelsalat scharf angebraten
Florentine Bernard
Alois Oppacher
Alois Oppacher kochte immer schon gern sein eigenes Süppchen. Damit hat er sich einen facettenreichen Lebenslauf eingebrockt. Zum Glück. Denn die Mischung aus Gastronomie, Werkstatt, Bankwesen und Fachhochschule sorgt für ordentlich Würze im Topf der PEAKMEDIA. Der Spruch, viele Köche würden den Brei verderben, mag andernorts stimmen. Bei PEAKMEDIA  trifft er ganz und gar nicht ins Schwarze. Denn hier tüfteln drei Geschäftsführer an Lösungen, die ihren Kunden besonders gut schmecken. Auf der Speisekarte steht Digital Signage á la carte.  „Samuel findet heraus, worauf der Kunde Hunger hat, Jonas kreiert eine feine Softwaresoße dazu und ich schaffe die richtigen Töpfe und das passende Geschirr herbei.“, erklärt Alois Oppacher. Es hat einen Grund, warum wir für die Aufgabenverteilung der Geschäftsführung Bilder aus der Küche strapazieren. Denn genau von dort kommt Alois. „Ich bin ein waschechtes Gasthauskind“, meint er.  Viel Arbeit hätte es damals gegeben, in der Küche des elterlichen Gasthofs. „Wenn andere nach dem Unterricht an den See fuhren, schwitzten meine zwei Brüder und ich in der Küche.“ Eine harte Schule. Aber eben auch eine Gute.   Ein metallischer Beigeschmack „Dank meiner Mutter konnte ich kochen, bevor ich es offiziell lernte. Aber weil ja alles seine Ordnung und Brief und Siegel haben muss, ging ich halt in Kössen in die Lehre“, erinnert sich der Rettenschösser. Bald darauf musste der junge Alois umsatteln. Kurz vor Weihnachten beendete er damals seinen Wehrdienst. „Da sind natürlich alle guten Jobs in der Gastronomie vergeben. Und ich wollte mich nicht mit irgendwas zufriedengeben.“ Also setzte der junge Unterländer auf ein ganz neues Pferd. In der Schlosserei eines Freundes fand er schließlich Arbeit. Und großen Gefallen am Umgang mit Metall. Viel Zeit blieb Alois Oppacher allerdings nicht für seine neue berufliche Passion. Ein Arbeitsunfall beendete die Schlosserkarriere jäh. „Im Krankenstand suchte ich dann händeringend nach einer neuen Herausforderung. Ich schrieb mich kurzerhand an der Fachhochschule Kufstein ein und studierte Unternehmensführung. Kennzahlen und Financing haben mich immer schon interessiert.“ Und weil eines eben zum anderen führt, sollte Alois bald darauf wiederum zu neuen Ufern aufbrechen. Dieses Mal führte ihn sein Weg ins Bankwesen.   Denken, testen, tüfteln Neben dem Studieren half Alois Oppacher daheim im Gasthaus aus. Dort kam er mit dem Direktor der Sparkasse Kufstein ins Gespräch. Er  bot mir eine Praktikumsstelle an. Am Ende war ich dann viereinhalb Jahre im Kreditwesen beschäftigt. Eine sehr lehrreiche Zeit in einem großartigen Team.“ Weil Studieren und Financing allein den Umtriebigen nicht voll auslasteten, betrieb Alois in Rettenschöss abends noch eine Bar. „Und die brauchte natürlich ein Logo und eine Website. So lernte ich Samuel kennen.“ Der Rest ist Firmengeschichte. Heute zeichnet Alois für alle technischen Belange des Unternehmens verantwortlich. Für Konzeption, Integration und Realisation. Von der Auswahl des perfekten Gerätes über die bautechnische Integration bis hin zur Installation. „Lösungen von der Stange gibt’s bei uns nicht“, erklärt Alois seine Arbeitsphilosophie und fügt hinzu: „Man muss nicht alles wissen. Aber man braucht den Willen, es herauszufinden. Zum Beispiel, wie man ein HDMI-Signal über eine Strecke von 50 Metern hinweg schickt. Oder ein Kabelsignal im Frequenzbereich einpegelt.“ Denken, testen, tüfteln – das ist, was Alois am liebsten tut. Doch dank seines fundierten Wissens rund um Financing und Unternehmensführung nehmen auch diese Aufgabenfelder einen großen Teil eines typischen Arbeitstages ein. Die Gastronomie spielt nach wie vor eine große Rolle in Alois´ Leben. Die Bar gibt es immer noch, verrät er augenzwinkernd. Doch am liebsten kredenzt er Kabelsalat. Scharf angebraten. Ein Artikel aus unserem Digital Signage Magazin. Hier gehts zur Onlineversion.