Die Schnittstelle

Die Schnittstelle
jonas
Jonas Wilhelm Entwicklung Peakmedia

Ein Strippenzieher für Softwarefäden

Am Schreibtisch von Jonas Wilhelm laufen viele Fäden zusammen. Er knüpft daraus maßgeschneiderte Softwarelösungen. Der Experte für Softwareanpassung sprach mit uns über Quotendeutsche, Motorräder made in China und seine Karriere als Teppichhändler.

Geboren wurde er im bayerischen Nussdorf, aufgewachsen sei er in Erl, dann zog es ihn nach Nordeutschland, von dort aus nach Ebbs und jetzt wohne er in Oberaudorf, erklärt uns Jonas Wilhelm. Wir haben es also mit einem Grenzgänger zu tun. Im wahrsten Sinne des Wortes. Zwischen Deadlines und Telefonaten nimmt sich der Jüngste der drei PEAKMEDIA -Geschäftsführer Zeit für einen Kaffee und unsere Fragen. Und davon haben wir einige. Denn wir wollen wissen, was den 1986 geborenen Jonas so umtreibt. Und wie aus einem Lehrling im Teppichgroßhandel einer der gefragtesten Experten für Software und Schnittstellen wurde.

Eine chinesische Spielwiese

„Handel hat mich immer schon gereizt“, erklärt Jonas seine Entscheidung, als Jugendlicher mit Sack und Pack nach Osnabrück zu ziehen und dort in einem Unternehmen für Bodenbeläge und Teppiche eine Lehre zum Großhandelskaufmann in Angriff zu nehmen. „Außerdem habe ich viel Verwandtschaft dort.“ Nach dem Abschluss hatte Jonas vorerst genug von der norddeutschen Luft. „Mir fehlten einfach die Berge.“ Ebendiese macht der 33-Jährige vorzugsweise per pedales unsicher. Bergab versteht sich. Vollgas. Der passionierte Downhiller hegt eine Leidenschaft für zwei Räder. Die lebte er eine Zeit lang im elterlichen Betrieb aus. „Mein Vater betreibt einen Importbetrieb für Motorräder und Elektroscooter aus China. Ich durfte mein bis dato erworbenes Wissen im Großhandel weiter ausbauen und schnupperte erste Marketingluft.“ Wenn Jonas in seiner Freizeit nicht knackige Downhilltrails bezwang, saß er vor dem PC und brachte sich in Eigenregie die Grundlagen grafischer Gestaltung bei und setzte damit den Grundstein für seine spätere Selbstständigkeit als Grafikdesigner.

Das gemeinsame Baby wird erwachsen

Zur selben Zeit absolvierte Jonas sein Studium an der FH Kufstein. „Der Studiengang Marketing und Kommunikationsmanagement lag einfach nahe.“ Im letzten Studienjahr begann er für das Startup der Jungunternehmer Samuel Geisler und Alois Oppacher als Freelancer zu arbeiten. „Das war damals klassische Agenturarbeit. Flyergestaltung. Webseiten.“ Inzwischen hat sich einiges verändert. Aus dem Freiberufler wurde ein Miteigentümer. Und Flyer werden in der PEAKMEDIA  auch keine mehr gemacht. „Mit Jahreswechsel 2017 haben wir unser Profil deutlich geschärft. Agenturleistungen wie Grafik und Webhosting wurden komplett ausgelagert und wir konzentrieren uns seither voll und ganz auf Digital Signage. Das gemeinsame Baby wurde erwachsen, könnte man sagen“, erzählt Jonas.

Steckenpferd Softwareanpassung

Inzwischen ist der „Quotendeutsche“, wie Jonas Wilhelm von seinen Mitstreitern liebevoll-neckisch genannt wird, das Mastermind in Sachen Software. Zum einen hat er stets ein wachsames Auge auf Trends und Innovationen. „Wenn sich am Markt Spannendes tut, sind wir eine der Ersten, die Potential und Einsatzmöglichkeiten unter die Lupe nehmen.“  Zum anderen begleitet Jonas seine Kunden von der Idee bis zur „Schlüsselübergabe.“ „Bedarfsermittlung und Findungsprozesse sind wesentlicher Bestandteil für den späteren Erfolg eines Produktes. Erst dann begebe ich mich auf die Suche nach passenden Tools. Und gibt es die nicht, entwickeln wir sie gemeinsam mit unserem Partner dimedis.“ Je nach Projekt würden mehrere Programmierer über einige Monate hinweg an der perfekten Programmierung feilen, erklärt uns Jonas den Workflow. Die Begeisterung für seine Aufgaben sind im Gespräch deutlich spürbar. „Softwareanpassung ist mein liebstes Steckenpferd.“ Besonders interessant sei dabei die Arbeit mit Schnittstellen, fügt Jonas hinzu: „Richtig spannend wird es, wenn wir unsere Software mit Social Media-Kanälen, Instore-Radiosendern, Bewegungssensoren oder Smartphone-Apps verknüpfen können.“ Eines ist uns nach diesem Interview klar: Den Schnittstellen gehört die Zukunft. Jenen aus Fleisch und Blut. Und denen aus Bits und Bites.

 

Ein Artikel aus unserem Digital Signage Magazin. Hier gehts zur Onlineversion.