Catwalk der Displays

Catwalk der Displays
Florentine Bernard
Kitz Galleria Digital Signage
Eine digitale Vision wird Wirklichkeit am Walk of Kitz Hollywoodflair verbreitet im Nobelsportort Kitzbühel der „Walk of Kitz.“ Über die Namen verdienter Persönlichkeiten mit Bezug zur Stadt geht es quer durch das Einkaufszentrum Kitz Galleria. Ein in Gold getauchter Gang, der durch Digital Signage lebendig wird. Knapp drei Meter breit. Rund 15 Meter lang. Geradlinig mit diversen Auslagen. Die Verbindung zwischen dem Kitzbühler Stadtteil Gries und der Vorderstadt. Ein Korridor quer durch die Kitz Galleria, Kitzbühels Shopping Mall. Der „Walk of Kitz.“ Eines der wohl besten Beispiele, wie man aus einem langen Zugang ein echtes Highlight kreiert. „Der Gang ist die Verbindung von der Altstadt zum fünf-geschossigen Kaufhaus. Um dem langen Zugang Attraktivität zu verleihen, haben wir den Walk of Kitz kreiert“, erklärt Hermann Oberreiter, Miteigentümer der Kitz Galleria. Der Walk of Fame in Hollywood wurde zum Vorbild. Nicht Sterne, sondern Dreiecke aus Stein, in den Boden eingelassen, ehren Persönlichkeiten mit Kitzbühelbezug. Doch neben dem Boden zieht vor allem eine Wand die Blicke auf sich.   Lebendige Wand Die gold-umrahmten Glasschiebetüren, mit der für Kitzbühel typischen Gams darauf, öffnen sich. Nach den ersten Schritten trifft man auf den Stein Nummer 1. Anthrazitfarben mit goldglänzender Spitze und der Gams in der Mitte. Franz Beckenbauer, ist darunter zu lesen. Dem ehemaligen Profisportler wurde am 11. November 2013 der erste Stein auf dem Walk of Kitz verliehen. Der nächste Schritt. Ein Ehrenstein für Toni Sailer. Der Blick geht zur Seite. Hollywoodflair trifft unvermittelt auf Haute Couture. Fashion Trends am Laufsteg. Die neueste Mode wird auf einem 82 und vier 55 Zoll Displays präsentiert. Schritt auf Schritt folgt ein Monitor dem nächsten. Jeder Bildschirm liefert andere Trends, Highlights der Geschäfte der Kitz Galleria. Eventankündigungen. Aktionen. Panoramaaufnahmen der umgebenden Bergwelt. Ein Catwalk der Displays. „Wir wollen in dem Gang darstellen, was sich in den fünf Geschossen der Kitz Galleria den Besuchern offenbart und gleichzeitig eine Atmosphäre weg vom reinen Durchgang hin zu einer Flaniermeile der anderen Art erschaffen. Die Displays sind für uns eine Werbe- und Imageplattform gleichermaßen. Eine positive, lockere Stimmung erzeugen, Leben in den Durchgang bringen, das war unser Ziel.“ Ein Ziel, das die Erwartungen bei weitem übertroffen hat.   Bewegtes Schaufenster Gegenüber einem der Displays steht in einer raumhohen Vitrine eine goldene Gams, versehen mit Unterschriften prominenter Gäste der Eröffnungsfeier der Kitz Galleria vor vier Jahren. Von Franz Beckenbauer über Vladimir Klitschko bis hin zu Uschi Glas. Etwas weiter zieren Fotos der Ehrentafelübergaben die Wand, dazwischen ein klassisches Schaufenster. „Gerade hier sieht man den extremen Wirkungs-Unterschied zu unseren Displays besonders gut. Der Inhalt an unserer ´lebendigen Wand´ kann innerhalb kürzester Zeit mit geringstem Aufwand verändert, getauscht, angepasst werden. Die Videos auf den Displays ziehen den Blick darüber hinaus geradezu an. Vermitteln Emotionen. Ich sehe die Monitore als eine um das zig-fache erweiterte Auslage, da der Inhalt laufend wechselt, immer etwas anderes zu sehen ist. Die Displays vergrößern die Präsenz der Geschäfte bis in den Durchgang hinein.“ Der Gang selbst stellt dabei für den Content, der über die Displays präsentiert wird, eine besondere Situation dar. Im Vorübergehen muss die Aufmerksamkeit der Passanten erregt, der Blick eingefangen werden, wie Alois Oppacher von PEAKMEDIA  erklärt. Das auf Digital Signage spezialisierte Unternehmen zeichnet für die technische Umsetzung und den laufenden Service verantwortlich, betreut den Shoppingpalast dabei seit Anfang an. „Der Loop, die Wiederholung der Inhalte, muss in einem weitaus kürzeren Zeitabstand erfolgen als beispielsweise auf Displays in einem Geschäft oder gar in einem Café. Zudem muss der gezeigte Inhalt möglichst prägnant sein. Auffallen ist das oberste Prinzip. Digital Signage kann hier als Vertriebsunterstützung mit Kunstcharakter gesehen werden.“ Stein Nummer elf: Hollywood Zehn Steine sind inzwischen im Boden eingelassen. Rosi Schipflinger, die singende Wirtin, ist 2018 als erste Frau mit einer eigenen Bodenplatte geehrt worden. Der nächste Stein ist bereits in Planung. Er wird einen extra Hauch Hollywood nach Kitzbühel bringen. „Wir sind im Gespräch mit Arnold Schwarzenegger“, verrät Hermann Oberreiter, während im Hintergrund passend zur High Society und Promistimmung Pariser Chic am Display erscheint. Ein Artikel aus unserem Digital Signage Magazin. Hier gehts zur Onlineversion.